Nach 37 Jahren: Hrubesch ist wieder beim Hamburger SV

Horst Hrubesch gehört zu den Vereinslegenden des Hamburger SV. Als Spieler stand er in der besten Zeit des Vereins auf dem Platz. Allerdings ist es mittlerweile 37 Jahre her, dass der heute 69-Jährige den Verein verließ, für den er innerhalb von fünf Jahren in 159 Spielen satte 96 Tore schießen konnte. Nach seiner aktiven Karriere konnte sich Hrubesch als Trainer und Sportdirektor einen Namen machen – insbesondere im Nachwuchsbereich. Erinnert sei nur an die olympische Silbermedaille 2016, die sein Team in Rio de Janeiro gewann. Der HSV wollte ihn im Laufe der Jahrzehnte immer wieder für unterschiedliche Rollen zurückholen. Doch stets scheiterte dieses Ansinnen – bis jetzt. Hrubesch kehrt als Nachwuchsdirektor zu den Hanseaten zurück.

Hrubesch: „HSV ist jetzt auf dem richtigen Weg“

Natürlich stellt sich die Frage, weshalb Hrubesch jetzt in der zweiten Liga zurückkehrt und nicht beispielsweise als Manager oder Cheftrainer in der höchsten deutschen Spielklasse übernommen hat. Der 69-Jährige gibt eine deutliche Antwort: Er habe in den Gesprächen mit den Verantwortlichen den Eindruck gewinnen können, dass „der HSV jetzt auf dem richtigen Weg ist.“ Kluges Reden zähle im Fußball nicht. Vielmehr gehe es um Fleiß, Geduld sowie harte Arbeit und Überzeugung. Nur mit der Hilfe solcher Tugenden könne der Verein weiterkommen.

Einen Schwur fürs Leben möchte der 69-Jährige deshalb auch nicht abgeben. Er stehe dem Verein solange zur Verfügung, wie in Hamburg mit einer klaren Zielsetzung und Fleiß gearbeitet werde. Er müsse zudem Spaß an der Aufgabe habe. Die Fans (und indirekt auch den Vorstand) bittet Hrubesch um Zeit. Nachwuchsarbeit funktioniere nur Schritt für Schritt. Seine Erwartung und sein Anspruch seien, dass sich alle Beteiligten mit ihren Stärken bestmöglich einbrächten.

Boldt schwärmt von Hrubesch

Der Mann, der Hrubesch wesentlich von einer Rückkehr nach Hamburg überzeugte, war Sportdirektor Jonas Boldt. Dieser gerät in der Personalie des neuen Sportdirektors deshalb auch regelrecht ins Schwärmen. Der 69-Jährige sei „ein echter HSV’ler“, der über einen wertvollen Erfahrungsschatz verfüge. Hrubesch treffe im Umgang mit jungen Spielern den richtigen Ton und habe vielfach bewiesen, dass er diese entwickeln könne. Er hätte es deshalb „für fahrlässig“ gehalten, sich nicht mit dem 69-Jährigen auszutauschen und ihm ein Angebot zu machen, schließt Boldt.

Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.